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Vereinschronik

Der Radfahrerverein als Vorgänger


Der SV Aufhausen hatte einen Vorgänger. Im Jahre 1908 wurde der „Radfahrerverein Aufhausen“ gegründet.

Die Blütezeit


Unter dem damaligen Vereinsführer Matthäus Maurer erlebte dieser Verein eine gewisse Blütezeit. Mit der Teilnahme an verschiedenen Radrennveranstaltungen in der näheren Umgebung wie in Geislingen und Altenstadt, bis hin nach Esslingen, Ludwigsburg, Friedrichshafen, Konstanz und Nagold, hatte sich der Verein einen Namen gemacht.

Bild des Radfahrer-Verein Aufhausen
„Erinnerung an das Korsofahren in Altenstadt 1911, 1. Preis“

Die Laienspiel-Theatergruppe


Auch in der damaligen Zeit gab es schon eine Laienschauspielgruppe, die dann später von dem Männergesangverein „Liederkranz Aufhausen“ fortgeführt und anschließend vom Sportverein Aufhausen bis zum heutigen Tag weitergepflegt wurde.

Die Auflösung


Leider musste der Radfahrerverein Aufhausen im Jahre 1938 infolge des Krieges und dem dadurch nicht mehr möglichen Vereinsbetrieb aufgelöst werden.
Nachfolgend der letzte Protokollbuch-Eintrag des ehemaligen Radfahrervereins.

Auszug aus dem Protokollbuch vom 24. November 1938




SV Aufhausen 1951 e.V. 50 Jahre Vereinsgeschichte  1951 bis 2001

 

Die Anfänge


Am 27. Januar 1951 entstand im damaligen Gasthaus Linde der Plan, einen Fußballverein zu gründen. Fest entschlossen hielt man daraufhin am 17. Februar 1951 die Gründungsversammlung ab. Hier kamen zu den 16 aktiven Mitgliedern noch weitere 17 passive Mitglieder hinzu und ein neuer Verein war geboren!

Nun konnte erstmals eine Aufhausener Mannschaft am aktiven Spielbetrieb teilnehmen. In den ersten Jahren stand vor allen Dingen der Spaß am Sport und die gute Kameradschaft im Vordergrund. Das war allerdings auch nötig, denn die sportlichen Erfolge ließen auf sich warten, so dauerte es doch vier Jahre, bis der erste Punktsieg errungen werden konnte. Aber unsere Jungs waren dafür für ihre Fairness bekannt und erhielten sogar 1955 einen Fairness-Preis.

Bild eines Umzugs aus Anlass der Fairness-Preises „Fairnesspreis im August 1955“

Vielleicht lag es ja daran, dass man kein eigenes Sportgelände hatte und auf „Duchstetten“, auf einer Schafweide weit außerhalb von Aufhausen in der Nähe des Funkturms trainierte und spielte.

Bild einer Mannschaft auf Duchstetten „Duchstetten 1953/54“

Dies konnte kein Dauerzustand sein und so wurde 1953 das erste große Projekt in Angriff genommen, denn auf dem „Lauch sollte der erste vereinseigene Sportplatz entstehen.

In der damaligen Zeit standen nur wenig Maschinen zur Verfügung. So wurde das Meiste in mühevoller Handarbeit in vielen tausend Arbeitsstunden und mit viel Schweißarbeit geschafft. Bis 1959 war endlich der dringend notwendige Sportplatz fertiggestellt.

2 Bilder  vom „Sportplatzbau 1954“
„Stein über Stein“ und „Im Schweiße deines Angesichts“

Es geht bergauf

Jetzt konnte es nur noch bergauf gehen. Bald stellten sich auch schon die ersten sportlichen Erfolge ein. Von 1969 bis 1971 wurde die A-Jugend dreimal hintereinander Erster. Dieser Erfolgt wurde einerseits von der demographischen Entwicklung der
Aufhausener Bevölkerung in den 50ger Jahren begünstigt. Die Natur hatte nämlich für viele fußballbegeisterte Buben gesorgt. Der Vater dieses kleinen Fußballwunders war jedoch Karl Gässler, wahrscheinlich der kompletteste Fußballer der je in Aufhausen die Fußballschuhe geschnürt hat. Er brachte den Jungs nicht nur alles über Fußball bei sondern führte sie zu einer Einheit in der Kameradschaft und Engagement füreinander Trumpf waren. Die Jungs schauten zu ihm auf und viele von Ihnen prägen heute den Verein an verantwortlicher Stelle. Mit dem Übertritt dieser Jugend in den Verein ging es nach und nach fußballerisch bergauf.

Bild der damaligen A-Jugend
„fesche Jungs“

1971 wurde das 20-jährige Jubiläum gefeiert. Damals wurde das Festzelt noch oberhalb des Sportplatzes aufgestellt, wo sich heute der Spielplatz befindet. Als Moderator konnte Herr Wankmiller gewonnen werden und der besondere Leckerbissen war der Fanfarenzug der Feuerwehr.

Gleichfalls in diesem Jahr, nämlich am 19. Juni 1971 wurde die neue Flutlichtanlage eingeweiht, mit deren Bau man bereits im Jahr 1968 begonnen hatte. Die hohen Flutlichtmasten wurden von der Firma Häge in Heilbronn gebaut und mussten mit einem Panzertieflader der Bundeswehr von Heilbronn nach Aufhausen transportiert werden. Für diesen Zweck erhielt der Verein 2500,- DM an Spenden und die Mitglieder leisteten wieder 1500 freiwillige Arbeitsstunden.

Die Mitgliederzahl stieg stetig und so hatte der Verein im Jahr 1975 bereits 225 Mitglieder. Mittlerweile hatte sich aber nicht nur die Mitgliederzahl des Vereins, sondern auch die Anzahl der fußballspielenden Mannschaften vergrößert. So kam es, dass fast jeden Tag auf dem Sportplatz der Ball rollte. Bald wies das Spielfeld erhebliche Mängel auf. Vor allem bei Regen hinterließ der Spielbetrieb seine Spuren und eine Neueinsaat des Rasens war erforderlich. Weiterhin beschlossen die Fußballer, Metallabschrankungen, Ballbarrieren und Metalltore einzubetonieren. Mal wieder ein arbeitsreiches Jahr.

1977 konnte dann endlich die heißersehnte Meisterschaft gefeiert werden und die Mannschaft stieg von der damaligen Kreisklasse C in die Kreisklasse B auf. Die Dorffußballer waren auf einmal in aller Munde.

2 Bilder  „Meistermannschaft 1977“ und „Festumzug zum 25-jährigen Jubiläum“

Trotz der vielen freiwilligen Arbeiten und der sportlichen Aktivitäten kam die Kameradschaft auch nicht zu kurz, wie dies eigentlich in der ganzen bisherigen Vereinsgeschichte nie geschah. So wurde zum Beispiel 1979 noch zu Zeiten des „Eisernen Vorhangs“ unter der Federführung unseres Vereinsmitglieds und damaligen Bezirksjugendleiters Jörg Schneider ein Ausflug nach Prag organisiert. Neunzig reisefreudige Sportler und Vereinsfreunde starteten mit zwei vollbesetzten Reisebussen über Pfingsten in die goldene Stadt. Natürlich kam neben der Kultur auch der Sport nicht zu kurz. Damals spielte der SV Aufhausen gegen einen Prager Fußballclub und konnte diese internationale Begegnung mit einem beachtlichen 3 : 2 abschließen. Insgesamt waren es vier herrliche Tage, die in Prag und Umgebung erlebt werden konnten.

In den darauffolgenden Jahren wurden weiterhin viele verschiedene Ausflüge und Kurzreisen unternommen. Eine Donau-Schifffahrt in der ungarischen Hauptstadt Budapest gehörte ebenso dazu wie Fahrten nach Hamburg, Monaco, Venedig und Paris. Auch eine Mosel- und Rheinfahrt, Wanderungen im Gebirge oder den Vogesen und St. Oßwald im Bayrischen Wald mit Freundschaftsspielen und Besuch des Nationalparks gehörten in den vergangenen Jahren dazu.


Ein eigenes Clubheim


Nun fehlten zum Glück nur noch vernünftige sanitäre Einrichtungen und vor allem ein eigenes Clubheim. Die Stadt Geislingen sagte damals ihre Hilfe zu, jedoch war bei diesem neuen Projekt wieder viel Eigenarbeit gefragt. Unter der Regie des ersten Vorstands, damals wie heute Adolf Riker, konnte auch das Clubheim nach mehreren tausend Arbeitsstunden verwirklicht und fertiggestellt werden. 1985 konnte dann endlich die erste Hauptversammlung im eigenen Clubheim abgehalten werden. Dieses wird seit seiner Fertigstellung nun schon über 15 Jahre von Georg Morlok, dem Clubheimwirt und seiner Frau Erika gehegt und gepflegt.

2 Bilder
„Unser Clubheim“ und „Georg und Erika Morlok“

Man kommt nicht zur Ruhe

1984 wandte man sich zum ersten Mal an die Stadt Geislingen mit der Bitte, einen neuen Sportplatz zu errichten. Doch es dauerte fünf Jahre, bis die Stadt grünes Licht signalisierte. Weiterhin gab es immer noch Probleme mit dem vielbenutzten Sportplatz, dem man die Strapazen ansehen konnte. Auch die Flutlichtanlage schrie nach einer Überholung. Da ging es Schlag auf Schlag !

1988 wurde deshalb zuerst die Flutlichtanlage mit knapp 1000 Arbeitsstunden renoviert und 1989 nahm man endlich das wohl größte Projekt in der bisherigen Vereinsgeschichte in Angriff. Unter der Führung von Dieter Salzmann und Arnold Herzog führte man direkt unterhalb des „alten“ Sportplatzes den ersten Spatenstich aus. Wieder mussten über 2000 Arbeitsstunden aufgebracht werden, um zum Gelingen des neuen Sportplatzes beizutragen.

2 Bilder
„Renovierung der Flutlichtanlage“ und „Beim Bau des neuen Sportplatzes“


Die 90er Jahre


Endlich war es so weit !
Mit verschiedenen Fußballspielen und Veranstaltungen wurde das neue Sportgelände eingeweiht. Die erste Mannschaft spielte gegen den Amateur-Oberligisten SC Geislingen und die AH-Mannschaft gegen die Altstars des VFB Stuttgart. Dazu kam noch das Kaiser-Pokalturnier und ein Jugendturnier. Natürlich durften auch Vorführungen der Mädchenturngruppen nicht fehlen.

Im darauffolgenden Jahr konnte dann gleich das 40-jährige Jubiläum gefeiert werden. Man kam aus dem Feiern gar nicht mehr heraus.

Bild von Adolf bei seiner Ansprache
„feste Feste feiern“

Die sportlichen Aktivitäten wurden auch in den nun folgenden Jahren verstärkt. Die Fußballer der Aktiven konnten im Jahr 1998/99 die Doppelmeisterschaft mit dem Aufstieg in die Kreisliga A feiern. Ein bisher einmaliger Erfolg in der Vereinsgeschichte. Auch der Breitensport kam nicht zu kurz. Es wurde eine Aerobic-Gruppe gegründet und die Frauen und Mädchen haben weiterhin fleißig Sport getrieben. Desgleichen spielen im Jugendfußball eifrig mehreren Mannschaften von der F- bis zur A-Jugend.

Für die Zukunft .....


..... ist es unerlässlich eine größere Turnhalle zu erstellen. Denn bei allem Engagement der Betreuer, Trainer und Vereinsfunktionäre, lässt sich das Defizit der fehlenden Halle in Aufhausen nicht ausgleichen. Durch die sehr beengten Verhältnisse  in der Gymnastikhalle, mit einer Sportfläche von 12m x 7,50m,  lässt sich im 3. Jahrtausend kein zeitgemässer Sport anbieten. Teilen sich doch nicht selten Gruppen mit 20 Sportlern diese 90 m² Fläche.
Erschwerend kommen die Wintermonate auf der Alb hinzu.

..... hoffen wir, auch weiterhin alle auf uns zukommenden Schwierigkeiten und Hindernisse meistern zu können.


Ein herzliches Dankeschön .....


..... allen freiwilligen Mitarbeitern, Funktionären, Ausschussmitgliedern, Gönnern und Freunden des Sportvereins Aufhausen.
Ein herzliches Dankeschön allen, die Adolf Riker und den Verein in den vergangenen Jahren unterstützt haben.